Cinque Terre, La Spezia, Mona Mou Photography

Es gibt viele bekannte und berühmte Regionen in Italien, die regelmäßig Unmengen an Touristen anziehen. Cinque Terre ist so eine Region. Der in Ligurien liegende Küstenstreifen der Italienischen Riviera, zwischen Punta Mesco und Punta di Montenero, ist einer der schönsten Küstenabschnitte Norditaliens. Dabei ist er mit gerade mal 12 Kilometer Länge ziemlich klein. Um diese Perle geniessen zu können, empfiehlt sich als Startpunkt die Stadt La Spezia.

Cinque Terre

Was die Schönheit dieses Ortes ausmacht, und warum der Nationalpark sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, ist die einmalige Geographie. Cinque Terre besteht aus fünf schmalen Tälern, welche die zerklüfteten Berge Liguriens durchschneiden. Am Ende jedes der Täler, direkt am Meer, liegt jeweils ein kleines Fischerdorf. Diese Dörfer schmiegen sich eng an die steilen Felswände und sind mit ihren bunt bemalten Häusern und engen Gässchen hervorragende Ausflugsziele.

Manarola, La Spezia, Cinque Terre
Manarola, Cinque Terre

Durch das Fehlen größerer Strände und die Unzugänglichkeit der Region, blieb in Cinque Terre der Strandurlauber-Boom völlig aus. Die meisten Touristen sind entweder Tagesausflügler oder Wanderer, welche den berühmten Wanderweg Via dell’Amore, der die Dörfer Riomaggiore und Manarola verbindet, laufen.

Die Anreise gestaltet sich mit dem Auto äusserst schwierig, da in den engen Tälern Parkplätze selten und teuer sind. Es empfiehlt sich daher, den Zug oder eine Fähre aus La Spezia zu nehmen.

La Spezia

La Spezia ist die östlichste Stadt Liguriens und grenzt direkt an die Cinque Terre. Die mittelgroße Stadt ist eines der bedeutendsten Handelszentren Norditaliens, was sie ihrer ungewöhnlichen Lage verdankt. Im Norden und Westen wird La Spezia durch hohe Berge begrenzt, im Süden durch das Meer. Aufgrund dieser Lage wurde, um dem natürlichen Wachstum der Stadt Raum zu geben, sogar ein ganzer Hügel abgetragen.

La Spezia bei Nacht, Bild: Mona Mou Photography
Die Hafenanlagen von La Spezia bei Nacht, Bild: Mona Mou Photography

Eine weitere Besonderheit ist die Naturbucht, die La Spezia früh zu einem der bedeutendsten Marinehäfen Italiens werden ließ. Als einer der besten Ausgangspunkte für Tagesausflüge nach Cique Terre, legen hier jeden Tag zahlreiche Fähren und Ausflugsboote ab, auf denen Touristen die italienische Riviera erkunden können. Ein weiteres Highlight für aktive Urlauber sind die zahllosen Wanderwege, welche das bergige Hinterland durchziehen. Aber auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten.

Das historische Stadtzentrum beherbergt die meisten Sehenswürdigkeiten und Museen La Spezias. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Castello San Giorgio, oberhalb der Altstadt. Auch der Yachthafen und die Anlegestellen für die Fischerboote sind beliebte Orte bei Touristen. Von La Spezia aus können auch viele andere sehenswerte Orte und Städte schnell und bequem erreicht werden, wie zum Beispiel Pisa, mit dem weltbekannten schiefen Turm, Parma oder Genua.

Reisezeit

La Spezia erfreut sich zur Hauptsaison an großen Scharen von Touristen. Wer es abgeschieden mag, dem sei die Nebensaison ans Herz gelegt. Ende September und Oktober zum Beispiel ist die beste Reisezeit für Menschen, die es gerne ruhig haben. Bis auf die Einwohner ist die Stadt menschenleer. Wandert man Nachts auf den Uferpromenaden, ist man oft der einzige Mensch, was die Erhabenheit und Schönheit dieser Stadt noch mehr hervorhebt.

Auch die Hotelpreise gehen in dieser Zeit stark nach unten, während man in den Cafés und Restaurants immer einen Platz findet. Das erstaunlichste aber sind die nahezu menschenleeren Strände. Die langen Sandstrände südlich La Spezias, an denen in der Hauptsaison jede Menge Trubel herrscht, liegen dann fast vergessen da. Die Wassertemperaturen laden weiterhin zum baden ein und man kann am Strand liegen und die Sonne geniessen, das alles vor der beeindruckenden Bergkulisse der nördlichen Apeninnen.

La Spezia ist definitiv eine Reise wert. Ganz besonders in der Nebensaison.

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