Titel: Schweriner-Schloss
Quelle: Kalahari via pixaby | Pixabay License

Kein Wahrzeichen steht so sehr für Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, wie das Schweriner Schloss. Die Stadt ist inmitten eines weiten Seengebietes gelegen und besticht durch viele Gewässer und Grünflächen, die zum Verweilen einladen. Denn das Stadtbild selbst ist von Fachwerkhäusern, der für den Norden ikonischen Backsteinarchitektur, kleinen Gässchen und dem imposanten St.-Marien-Dom geprägt. Perfekt ist da, dass man alles fußläufig erreichen kann und auf keine teuren Rundfahrten (die es dort natürlich auch gibt) angewiesen ist, um alles zu sehen. Das Schloss hingegen thront kaum zu übersehen zentral auf der Schlossinsel im Stadtzentrum und ist der Dreh- und Angelpunkt des touristischen Schwerins.

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Wie aus einem Märchen – Das Schweriner Schloss

Das große Highlight Schwerins und des ganzen Bundeslandes ist das international bekannte und mit solchen Titeln wie „Neuschwanstein des Nordens“, „Cinderella-Schloss“ und „Märchenschloss“ versehene Schweriner Schloss. Umgeben vom Schweriner See und vorgelagert der Schweriner Innenstadt fasziniert das Schweriner Schloss in seiner einmaligen Verbindung von Architektur und Landschaft. Jahrhundertelang diente das imposante Schloss als Residenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge und ist heute Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. Als eines der bedeutendsten Bauten des Historismus in Deutschland lockt es jährlich tausende von Besuchern an.

Die heutige Schlossansicht entstand dabei unter Einbeziehung von Renaissancebauten aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert mit Terrakottaschmuck bzw. Ziergiebeln zwischen 1843 und 1857. Die Umgestaltung des Schlosses erfolgte nach den Plänen der Baumeister Georg Adolph Demmler und Friedrich August Stüler im Stile der Neorenaissance. Starken Einfluss auf den Entwurf übten dabei die französischen Renaissanceschlösser aus, insbesondere das Schloss Chambord an der Loire. Wie so häufig bei solchen prestigeträchtigen Bauten vermischen sich hier mehrere Stilrichtungen zu einem nachhaltig beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Ein ganz besonderer Hingucker und architektonischer Abschluss des Schlosses ist die vergoldete monumentale Prunkkuppel.

Innendrin können Besucher und Besucherinnen auf elf Geschossen und in sechs Flügeln die großherzöglichen Repräsentationsräumen besuchen. Sehenswert sind vor allem der Thronsaal und die Ahnengalerie sowie in der Beletage die Wohn- und Gesellschaftsräume. Speise-, Tee-, Blumenzimmer und Sylvestergalerie werden bei geführten Touren ebenfalls besucht. Draußen erwartet die Besucher hingegen ein grünes Paradies auf Erden.

Die Schlossgärten

Wie es sich für einen monumentalen Bau solcher Größe gehört, verfügt das Schweriner Schloss über gleich mehrere Gärten, die alle frei besucht werden können. Der Burggarten Schwerin befindet sich unmittelbar um das Schweriner Schloss herum auf der Schlossinsel, die über zwei Brücken zugänglich ist. Besonders schön dort ist die Orangerie auf der Rückseite mit mythologischen Statuen und an französische Barockgärten erinnerndem Parterre. Außerdem werden hier Elemente englischer Landschaftsgärten, italienischer Terrassengärten im Stil der Renaissance und Rosengärten miteinander kombiniert, um an jeder Ecke in Staunen zu versetzen.

Der Schlossgarten befindet sich gleich dahinter und erstreckt sich vom Schweriner und dem Burgsee im Norden bis zum Faulen See im Süden. Von Peter Joseph Lenné im 18. Jahrhundert im Stil eines englischen Landschaftsparks konzipierten, kann man hier viele Denkmäler, einen Heckengarten und einen Kinderspielplatz nach historischem Vorbild entdecken. 2009 wurden Teile des Schlossparks im Rahmen einer Bundesgartenschau umgestaltet und restauriert. Die Schau wirkte wie gewünscht als Besuchermagnet, brachte Schwerin touristisch einen Aufschwung und wertete den Schlosspark nachhaltig auf. Das Motto damals lautete: sieben Gärten mittendrin. Bei einem ausgiebigen Spaziergang oder einer Radtour lässt sich im Schlosspark auch zehn Jahre später noch so einiges erkunden.

Außerdem befindet sich um den Burgsee eine weitere Gartenanlage. Der Garten des 21. Jahrhunderts umfasste mehrere Gebäude und war Eingangs- und Empfangsbereich der Bundesgartenschau. Hauptattraktion war eine durch ihre Lage zwischen See und einem Graben und die rechteckige Form mit den geraden Uferkanten scheinbar „schwimmende Wiese“. Diese ist durch eine Brücke mit dem geometrisch mit Robinien bepflanzten Platz am Ufer verbunden.

Am Südufer des Sees befinden sich eine eigens für die Gartenschau eingerichtete Straßenbahn-Wendeschleife, Serviceeinrichtungen und eine Säulenhalle. Mehr Grün hat definitiv kein Schloss zu bieten!

Ihr wollt noch mehr Städtetrip-Tipps? Dann lest in unsere Artikel zu Groningen an der deutsch-holländischen Grenzen und Oldenburg rein.

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