Quelle: via Eigenaufnahme J. Sebov

Hier findet ihr den ersten Teil unserer San Marino Reportage.

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Göttliche Schönheit in der Basilika von San Marino

Quelle: via Eigenaufnahme J. Sebov

Dem Schutzheiligen der Stadt Marinus wird in mehreren Kirchen gehuldigt. Die prominenteste davon, die Basilika San Marino, ist auch gleichzeitig die Kathedrale und wichtigste Kirche des Bistums San Marino. Als architektonisches Meisterwerk erhebt sie sich majestätisch auf dem Gipfel des Monte Titano am nördlichen Zipfel der Altstadt. Seit 2008 gehört die Basilika San Marino mit der gesamten Altstadt zum UNESCO-Welterbe.

Die dreischiffige Kirche der Basilika von San Marino präsentiert sich mit beeindruckenden korinthischen Säulen am Hauptportal und einer Kassettendecke. In erhabenen Marmor-Weiß gehalten befindet sich am Altar im Inneren der Kirche eine Statue des heiligen Marinus von Adamo Tadolini. Unter der Statue befindet sich eine Urne mit den 1586 entdeckten Reliquien des Heiligen. Der Schädel des Heiligen wird in einem Reliquiar aus dem Jahr 1602 neben dem Altar aufbewahrt.

Der Heiligenkult um den mythischen Gründer der Republik wird hier noch hoch in Ehren gehalten. Des Weiteren schmücken Gemälde von Schülern Tizians den Innenraum, ebenso wie ein antiker Thron der Capitani Reggenti. Ein Seitenaltar, der Maria Magdalena gewidmet ist, wird von einem Gemälde von Elisabetta Sirani aus dem Jahr 1777 geschmückt.

Weltkulturerbe wo man nur hinsieht

Quelle: via Eigenaufnahme J. Sebov

Die reiche Kultur in San Marino, die sowohl italienische als auch eigene Merkmale trägt, zeigt sich überall, wo man nur hinsieht und hintritt. Skulpturen, Büsten und Fresken zieren die Straßen der Stadt. Burgmauern, Kirchen, altertümliche Wohnhäuser begegnen einem überall und laden zum Erkunden, eintreten, erholen ein. Die trotz so viel Geschichte und Museumsstimmung lebendige Atmosphäre, wird sowohl durch die Sammarinesen selbst als auch die Touristen erweckt.

Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass vor allem in den Sommermonaten der Hauptsaison auch wochentags ein großer Andrang in San Marino herrscht. Ab und zu etwas Platz für andere machen oder vor einem Eingang warten, gehört (leider) dazu in einer kleinen, aber atemberaubenden Stadt, die viel Faszination auslöst und von überall aus der Welt Reisende anzieht.

Quelle: via Eigenaufnahme J. Sebov

Noch mehr Einblick in die Geschichte und Kultur San Marinos hat man in mehreren, fußläufig, leicht zu erreichenden, Galerien und Museen oder noch lebensechter in Handwerksläden, Boutiquen und gastronomischen Betrieben der Stadt. So viel von einem Land in so kurzer Zeit zu erleben und kennenzulernen geht wohl kaum woanders besser als hier. Wenn man nach einem Tag die bequeme Rückreise per Bus nach Florenz, Bologna, Rimini oder Venedig antritt, ist man nicht nur um eine einmalige Lebenserfahrung reicher, sondern auch definitiv voller Eindrücke, Erinnerungen und vielleicht der ein oder anderen Müdigkeitserscheinungen, die aber definitiv wert. Mehr als es zuerst den Anschein hat, bietet San Marino einem nicht nur ein fantastisches, „klassisches“ Touri-Programm, sondern auch ein Eintauchen in eine besondere, geschichtsträchtige und faszinierende Welt. Eine Chance, ein sehr besonderes Land kennenzulernen und dadurch seinen Blick auf Kultur, Geschichte, Nationalstaaten in Europa neu zu betrachten.

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