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Die Flüge sind gebucht, die Unterkunft reserviert – doch plötzlich wird der Urlaub teurer als geplant. Versteckte Gebühren für Mietwagen, Geldabhebungen, Hotelservices oder Restaurants können das Budget unbemerkt schmälern. Damit du auf deiner Reise keine bösen Überraschungen erlebst, zeigt dieser Artikel die häufigsten Kostenfallen und wie du sie geschickt umgehst.
Wenn der Hotelpreis plötzlich steigt: Zusatzkosten bei Unterkünften
Ein Hotelzimmer für 80 Euro pro Nacht klingt zunächst nach einem guten Deal. Doch wer nicht genau hinschaut, zahlt am Ende oft deutlich mehr. Resortgebühren, Kurtaxen oder Reinigungsgebühren sind in vielen Ländern üblich, aber nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Besonders bei Buchungsplattformen werden diese Kosten manchmal erst beim Bezahlen angezeigt.
Um versteckte Gebühren zu vermeiden, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Manche Hotels verlangen eine Extragebühr für WLAN oder das Nutzen bestimmter Einrichtungen wie Pools oder Fitnessstudios. Auch Frühstück ist nicht immer im Preis inbegriffen. Wer direkt beim Hotel bucht, kann sich oft vor unerwarteten Zusatzkosten schützen, da die Konditionen dort meist transparenter sind.
Mietwagen: Günstig gebucht, teuer bezahlt
Ein Mietwagen für 20 Euro am Tag wirkt verlockend, doch an der Abholstation steigen die Kosten oft unerwartet. Zusatzversicherungen, Tankregelungen und Gebühren für weitere Fahrer können den Preis schnell in die Höhe treiben.
Ein häufiger Trick der Anbieter ist die Versicherungslücke: Zwar ist eine Basisversicherung meist enthalten, doch für eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung wird extra kassiert. Wer sich darauf erst am Schalter einlässt, zahlt oft deutlich mehr als nötig. Besser ist es, den Mietwagen mit einer umfassenden Versicherung bereits vorab zu buchen.
Auch bei der Tankregelung lohnt sich Aufmerksamkeit. „Voll zu voll“ ist in den meisten Fällen die beste Option, da du den Wagen mit vollem Tank zurückgibst. Viele Anbieter setzen jedoch auf „voll zu leer“, was bedeutet, dass du eine überteuerte Tankfüllung im Voraus zahlst – oft zu einem viel höheren Preis als an der nächsten Tankstelle.
Ein weiterer Kostenpunkt sind Gebühren für Zusatzfahrer. Während einige Anbieter eine zweite Person kostenlos eintragen, verlangen andere dafür hohe Tagesgebühren. Wer viel fährt und sich beim Fahren abwechseln möchte, sollte diese Kosten vorab prüfen.
Bargeld & Kartenzahlung: Wenn der Automat mitverdient
Viele Reisende nutzen ihre Kreditkarte im Ausland bedenkenlos – und zahlen dabei mehr, als sie ahnen. Beim Abheben an Geldautomaten entstehen oft hohe Gebühren, vor allem bei Automaten in touristischen Gegenden. Manche verlangen nicht nur eine feste Gebühr, sondern berechnen auch schlechte Wechselkurse.
Noch tückischer ist die sogenannte Dynamische Währungsumrechnung. Wer an einem Automaten oder in einem Geschäft gefragt wird, ob er in Euro statt in der Landeswährung zahlen möchte, sollte immer ablehnen. Die Umrechnungskurse sind meist schlecht, und zusätzlich wird oft eine hohe Gebühr aufgeschlagen.
Eine Lösung ist die Nutzung einer Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühren. Auch Banken mit weltweiten Partnernetzwerken bieten oft gebührenfreie Abhebungen an. Wer dennoch Bargeld benötigt, sollte Automaten in Banken oder Supermärkten nutzen, die meist fairere Konditionen haben.
Restaurants & Servicegebühren: Die Überraschung auf der Rechnung
In manchen Ländern sind Servicegebühren und Trinkgelder bereits in der Rechnung enthalten. Wer nicht darauf achtet, gibt am Ende vielleicht doppelt. In südeuropäischen Restaurants wird manchmal Brot oder Wasser serviert, das später extra berechnet wird – auch wenn es unaufgefordert auf den Tisch kam.
Besonders in beliebten Touristenzielen setzen einige Restaurants auf Touristenmenüs mit versteckten Kosten. So erscheinen auf der Rechnung Posten für Gedeckgebühren oder automatisch berechnete Trinkgelder, die nicht immer ersichtlich sind.
Die beste Strategie ist, sich vor der Bestellung zu informieren. Fragen kostet nichts – und kann am Ende einige Euro sparen.
Kleine Gebühren, große Wirkung: WLAN, Parken & Gepäck
Nicht alle versteckten Gebühren sind offensichtlich. Manche tauchen erst auf, wenn es schon zu spät ist. Hotel-WLAN, das auf der Website als „verfügbar“ beschrieben wird, kann sich als kostenpflichtig herausstellen. Parkplätze, die in Großstädten oft teuer sind, werden von Hotels gerne als kostenpflichtiger Zusatzservice angeboten.
Auch bei Flügen lauern Zusatzkosten. Viele Airlines haben inzwischen Gepäckregeln, die selbst für Handgepäck Gebühren vorsehen. Wer nicht vorab online bucht, zahlt am Schalter oft deutlich mehr. Besonders bei Billigfluggesellschaften sind Sitzplatzreservierungen und Gepäckaufgaben inzwischen große Einnahmequellen.
Eine vorausschauende Buchung hilft, diese Kosten zu umgehen. Wer genau liest, was im Preis enthalten ist, kann sich unangenehme Überraschungen ersparen.
Clever planen, Geld sparen
Versteckte Gebühren können den Urlaub teurer machen als geplant. Wer sich jedoch vorab informiert und auf die Details achtet, kann viele Kostenfallen umgehen. Sei es bei der Hotelbuchung, dem Mietwagen, der Kartenzahlung oder dem Restaurantbesuch – wer sich nicht auf den erstbesten Preis verlässt, sondern genau hinsieht, spart bares Geld und kann den Urlaub entspannter genießen.