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Von pulsierendem Nachtleben bis zu abgelegenen Naturparadiesen: Der neue Reisetrend für 2026 setzt auf Vielfalt, Authentizität und Ziele abseits klassischer Touristenpfade.

Ein Jahr für neue Wege und alte Sehnsüchte

Die Urlaubsplanung für das kommende Jahr nimmt Fahrt auf – und fällt vielfältiger aus denn je. Statt klassischer Pauschalreisen rücken Städte, Regionen und Erlebnisse in den Fokus, die mit Eigenständigkeit, Geschichte und besonderen Atmosphären überzeugen. Genau hier setzt der aktuelle Reiseführer „Lonely Planet Best in Travel 2026“ an, der weltweit 50 Orte und Erlebnisse empfiehlt – erstmals ohne Rangliste, dafür mit klarem Blick auf Trends.

Auffällig ist die Mischung aus bekannten Namen und weniger frequentierten Zielen. Die Auswahl reicht von europäischen Kulturstädten über abgelegene Inseln bis hin zu Naturregionen, die bislang kaum vom Massentourismus geprägt sind. Deutschland bleibt dabei außen vor, stattdessen dominieren internationale Schauplätze mit starkem Profil.

Zwischen Grachten, Tempeln und Savannen – Orte mit Charakter

In Europa rückt unter anderem Utrecht in den Fokus. Die niederländische Stadt verbindet eine mittelalterliche Altstadt mit einzigartigen Grachten, deren Gewölbekeller heute Cafés, Galerien und Buchläden beherbergen. Ebenfalls genannt wird Cádiz, wo sich historische Bausubstanz, Flamenco-Tradition und Spaniens größter Karneval verbinden.

Außerhalb Europas setzen Ziele wie Quy Nhon in Vietnam oder Jaffna auf Sri Lanka auf Entschleunigung und kulturelle Tiefe. Während an Vietnams Küste ruhige Strände, Fischerdörfer und Cham-Tempel warten, gilt Jaffna als kulturelles Zentrum im Norden Sri Lankas – mit Tempeln, Märkten und gut erreichbaren Inseln wie Delft oder Nainativu.

Auch Naturlandschaften spielen eine zentrale Rolle. Botswana steht für klassische Safari-Erlebnisse, British Columbia für alpine Szenerien und urbane Abwechslung in Vancouver. Die Salomonen wiederum sprechen Reisende an, die ursprüngliche Kulturen und artenreiche Korallenriffe entdecken wollen.

„Das ultimative Nachtleben Europas“ – Erlebnisse im Mittelpunkt

Neben Reisezielen rücken konkrete Erlebnisse stärker in den Vordergrund. Besonders hervorgehoben wird Belgrad, das laut „Lonely Planet“ als neuer Hotspot für Nachtschwärmer gilt. „Günstige Getränke, eine unkomplizierte Atmosphäre und Einheimische, die für das Nachtleben brennen, machen Belgrad zum ultimativen Nachtspielplatz Europas“, heißt es im Buch. Schwimmende Clubs auf Donau und Save, Szeneviertel wie Skadarlija oder Dorcol sowie Clubs in ehemaligen Industriehallen prägen das Bild.

Kulinarische Erlebnisse zählen ebenfalls zu den Trends. Empfohlen werden Food-Touren in Alt-Dubai, die vielfältige Küche Melbournes oder kulinarische Entdeckungsreisen im südindischen Kerala. Auch Städte wie Mexiko-Stadt oder São Paulo überzeugen mit kultureller Vielfalt, Streetart und historischer Tiefe – etwa im japanisch geprägten Viertel Liberdade.

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