Frühzeitige Reisevorbereitung empfehlenswert Beratung je nach Tätigkeitsort, Unterbringung und Arbeitsbedingungen

Eine Woche nach Bangladesch, drei Monate nach Dubai oder ein halbes Jahr nach Südafrika: Arbeitnehmer, die geschäftlich ins Ausland reisen, stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Wer beruflich in die Tropen, Subtropen oder andere Regionen mit besonderen klimatischen Belastungen und Infektionsgefährdungen entsendet wird, muss sich gezielt darauf vorbereiten. „Bei Reisen in diese Gebiete, ist der Arbeitgeber verpflichtet, für die Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge bei einem besonders qualifizierten Betriebsarzt oder einem Tropenmediziner zu veranlassen. Dabei ist es egal, wie lange der Aufenthalt dauert und wie groß das Unternehmen ist“, erklärt Dr. Wiete Schramm von TÜV Rheinland. Sie berät als Fachärztin für Arbeitsmedizin Unternehmen und deren Mitarbeiter. Solche beruflichen Aufenthalte im Ausland sollten daher sorgfältig und möglichst frühzeitig geplant werden. Zielgerichtete und umfassende Beratung vor Reiseantritt Empfehlenswert ist eine Vorbereitungszeit von etwa sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit können die vorgeschriebene Vorsorge absolviert und der Impfschutz aufgefrischt oder bei Bedarf erweitert werden. Die arbeitsmedizinische Vorsorge umfasst die allgemeine Anamnese, die Tätigkeitsanamnese, eine umfassende Beratung und Untersuchung des Beschäftigten sowie die Prüfung des Impfschutzes. Zusätzlich berät der Betriebsarzt auch hinsichtlich Hygiene, Mückenschutz, Malariaprophylaxe und Gifttieren im jeweiligen Reiseland. Wichtig: „Die arbeitsmedizinische Vorsorge muss wiederholt werden, wenn sich das Einsatzland – bei größeren Ländern auch die Region -, die Arbeitsbedingungen oder die Unterbringung verändern. Bei unveränderten Bedingungen erfolgt eine erneute Vorsorge nach 24 bis 36 Monaten“, sagt Schramm. Untersuchung und Beratung richten sich nach den Tätigkeitsorten sowie den Unterbringungs- und Arbeitsbedingungen im Zielland. Arbeitsmedizinische Vorsorge auch nach Rückkehr Am Ende einer Tätigkeit im Ausland, bei der besondere klimatische Belastungen und Infektionsgefährdungen vorgelegen haben, ist vom Arbeitgeber dem Mitarbeiter eine Rückkehruntersuchung anzubieten. Diese in Anspruch zu nehmen ist sehr empfehlenswert, da gesundheitliche Beeinträchtigungen und akute oder chronische Erkrankungen in Folge eines Auslandsaufenthaltes sich in den meisten Fällen gut diagnostizieren und behandeln lassen.

Weitere Beiträge

ABENTEUER

„Mehr als nur Strand“: Was ihr vor eurer Yucatán-Rundreise wirklich wissen müsst

Die Halbinsel Yucatán gehört zu den vielseitigsten Reisezielen in Mexiko. Viele Besucher bleiben …
ABENTEUER

„Plötzlich kostet der Flug 4000 Euro“ – Wie der Iran-Konflikt die Ticketpreise explodieren lässt

„Der Ölpreis steigt – und mit ihm die Kosten“: Warum Fliegen plötzlich so …
URLAUB

„Die ganze Stadt singt“ – Warum Riga im Sommer zum Erlebnis wird

Riga gehört zu den Städten, die sich nicht auf den ersten Blick vollständig …
KURZTRIPS

„50 Dinge, die ihr in Wien erleben solltet“ – Diese Highlights machen die Stadt so besonders

Wien gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Die österreichische Hauptstadt verbindet …