
Titel: schnellzüge aus italien
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Wer künftig ohne Umstieg von München nach Italien reisen möchte, soll dafür einen besonders schnellen Zug bekommen. Die Deutsche Bahn testet derzeit den italienischen Frecciarossa 1000, der ab 2027 München direkt mit Mailand und Rom verbinden soll. Der 200 Meter lange Hochgeschwindigkeitszug erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h.
Ganz selbstverständlich kann der italienische Zug allerdings nicht auf deutschen Gleisen eingesetzt werden. Hersteller und Bahn müssen die Technik an die unterschiedlichen Anforderungen der drei beteiligten Länder anpassen. Genau deshalb laufen derzeit umfangreiche Testfahrten.
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„Roter Pfeil“ auf bayerischen Gleisen: Die ersten Prüfungen laufen
Der Name Frecciarossa bedeutet übersetzt „roter Pfeil“ und steht für Trenitalias Hochgeschwindigkeitszüge. Der für die neue Verbindung vorgesehene Frecciarossa 1000 fährt bereits seit 2015 in Italien und ist außerdem in Frankreich und Spanien im Einsatz.
Für Deutschland und Österreich müssen die Fahrzeuge jedoch technisch angepasst und anschließend neu zugelassen werden. Seit Mitte Juni laufen Testfahrten mit einem umgerüsteten Zug zwischen Nürnberg und Ingolstadt sowie zwischen Leipzig und Erfurt. Dabei geht es unter anderem um Antrieb, Bremsen, Stromabnehmer und die verschiedenen Zugsicherungssysteme. Auch in Österreich prüft ein zweiter umgebauter Zug den späteren Einsatz, unter anderem zwischen Kufstein und dem Brenner sowie zwischen Salzburg und Wien.
Insgesamt sind rund 300 Testtage vorgesehen. Die Prüfungen sollen nicht nur zeigen, ob der Frecciarossa technisch sicher unterwegs ist. Die Fahrzeuge müssen auch die Voraussetzungen für den Betrieb in Deutschland, Österreich und Italien erfüllen. Erst danach können die notwendigen Zulassungen erfolgen.
München–Rom und München–Mailand: Das ist für 2027 geplant
Ursprünglich wollte die Deutsche Bahn die neuen Direktverbindungen bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 starten. Inzwischen nennt sie 2027 als Betriebsjahr. Die DB führt München–Rom ausdrücklich als neue Direktverbindung im Fahrplanjahr 2027.
Geplant sind zunächst jeweils direkte Verbindungen von München nach Mailand und Rom. Nach den bisherigen Planungen führt die rund 600 Kilometer lange Strecke nach Mailand über Innsbruck, Bozen und Verona. Rom liegt rund 900 Kilometer entfernt, mit weiteren Zwischenhalten unter anderem in Bologna und Florenz. Die geplante Fahrzeit beträgt etwa sechseinhalb Stunden nach Mailand und achteinhalb Stunden nach Rom.
Damit soll sich die Reise gegenüber den bisherigen Verbindungen verkürzen. Für die Zukunft ist zudem eine Erweiterung des Angebots vorgesehen: Ab Dezember 2028 sollen schrittweise auch Verbindungen Richtung Berlin und Neapel hinzukommen. Das Projekt gehört außerdem zu EU-geförderten Vorhaben, die grenzüberschreitenden Bahnverkehr einfacher machen sollen.
FAQ zum Frecciarossa in Deutschland
1. Wann fährt der Frecciarossa erstmals regulär von München nach Italien?
Die DB plant die neuen Direktverbindungen für das Fahrplanjahr 2027.
2. Welche Ziele sind vorgesehen?
Zunächst soll es direkte Verbindungen von München nach Mailand und Rom geben.
3. Wie schnell fährt der Frecciarossa 1000?
Der Zug ist für Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h ausgelegt.
4. Warum finden derzeit Testfahrten statt?
Die Technik muss an die Anforderungen des deutschen und österreichischen Schienennetzes angepasst und anschließend zugelassen werden.
5. Wie lange dauert die Fahrt nach Mailand?
Die geplante Fahrzeit liegt bei etwa sechseinhalb Stunden.
6. Wie lange dauert die Fahrt nach Rom?
Für München–Rom sind rund achteinhalb Stunden vorgesehen.
7. Welche weiteren Ziele könnten später dazukommen?
Ab Dezember 2028 ist ein schrittweiser Ausbau Richtung Berlin und Neapel geplant.
8. Wie viele Frecciarossa-Züge werden für den Einsatz umgerüstet?
Für die internationalen Verbindungen sollen insgesamt neun Fahrzeuge angepasst werden.

