Titel: zadar
Quelle: Katarína Gibalova via pixaby | Pixabay License

Dass Kroatien so einiges zu bieten hat und in den letzten Jahren zu einem der Lieblings-Reiseländer deutscher Touristen geworden ist, weiß man inzwischen. Jährlich und insbesondere nach dem Ende vieler Corona-Bestimmungen strömen wieder Millionen Touristen in die kroatischen Städte, und ihre Strände und Inseln. Ein Highlight an der dalmatinischen Küste ist definitiv die altehrwürdige Hafenstadt Zadar, die wir euch heute vorstellen.

Beeindruckende Geschichte von Zadar

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Zadar ist eine antike Stadt, die in der Mitte der adriatischen Küste gebaut wurde und ein reiches kulturelles und historisches Erbe besitzt. In der 3000 Jahre langen und dynamischen Geschichte wurde Zadar viele Male verwüstet und geplündert, aber genau wie der mythische Phönix ist sie jedes Mal aus Ruinen wieder auferstanden und war jedes Mal schöner und stärker als zuvor. Das Zadar von heute ist ein gut erhaltenes Monument an verschiedene historische Perioden und Kulturen, die beim Formen der faszinierenden städtischen Strukturen geholfen haben.

Im 7. Jahrhundert wurde Zadar zur Hauptstadt der byzantinischen Region Dalmatien. Das war auch die Zeit, in der die neue Religion, das Christentum, sich langsam im Gebiet um Zadar verbreitet hat, was auch die Architektur und Kunst beeinflusste. Zu dieser Zeit wurde außerdem die erste größere Kirche gebaut, die Dreifaltigkeitskirche, die heute unter dem Namen Kirche von St. Donatus bekannt ist und als bekanntesten Symbol der Stadt gilt.

Die wohl spannendste Periode, in der Zadar auch seine größte Blüte erlebt hat, war wohl im Mittelalter und venezianischer Schirmherrschaft. Die Stadt etablierte sich als eines der wichtigsten Handelszentren an der adriatischen Küste. Die Einflüsse des Wohlstands lassen sich am besten an der Architektur sehen; Zadar ist die erste Stadt in Dalmatien, in der gotische Kirchen gebaut wurden: St. Francis und St. Dominic. In der Renaissance war Zadar unter venezianischer Herrschaft und das änderte sich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts nicht. In dieser Zeit wandelten die türkischen Invasionen die Stadt zu einer kraftvollen Hochburg und veränderten ihre Erscheinung drastisch. Trotz der regelmäßigen Belagerungen und Schlachten, blühte die Kultur; erste Literaten in kroatischer Sprache auf.

Die Umbrüche des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts hinterließen auch in Zadar ihre Spure. Als Teil der Österreich-Ungarischen Monarchie war Zadar eine Provinz- und Handelsstadt, die im Zweiten Weltkrieg zuerst von Italien, dann von Nazi-Deutschland erobert wurde. Zu großen Teilen durch Bomben der Achsenmächte aber auch Alliierter Befreier zerstört, wurde die Altstadt nach und nach restauriert und erblüht nun wieder in ihrem alten Glanz und gilt als Highlight der ganzen Stadt und Region.

Das gibt es in der Altstadt alles zu sehen

Zadar, auf einer schmalen Landzunge am Adriatischen Meer und am Kanal von Zadar gelegen, wird vom Festland durch einen Wassergraben getrennt. Die alte Festung, die die Altstadt beherbergt, ist im Norden von Zadar gelegen. Dort befindet sich neben alten romanischen Kirchen z.B. die Domkirche der heiligen Anastasia auch der alte Marktplatz, mehrere Museen und allen voran die Überreste des römischen Forums, welche man besichtigen kann. Die Paläste der Prioren sowie der erzbischöfliche Palast kann man ebenfalls besuchen um die Pracht der goldenen Zeit in Zadar hautnah selbst zu erleben. Das Arsenal bietet eine beeindruckende Waffensammlung und alte Gerätschaften aus dem Mittelalter. Geschichtsfans werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Natürlich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass man an unzähligen Orten der Stadt im Meer schwimmen gehen kann. Einer der schönsten Plätze dafür ist entlang des Strandweges westlich der Innenstadt sowie westlich der Mauern der Altstadt, wo sich auch die berühmte Meeresorgel befindet. Diese steinernen Stufen geben immerzu von Wellen erzeugte Geräusche von sich ab, die an eine Kirchenorgel erinnern. In unmittelbarer Nähe hierzu installierte Architekt Nikola Bašić 2008 einen 22 Meter großen Kreis aus 300 mehrschichtigen, begehbaren Glasplatten. Darunterliegende Solarzellen fangen das Sonnenlicht ein, womit zum Sonnenuntergang bunte Lichtspiele erzeugt werden. Ein perfekter Platz zum Abkühlen bei den im Sommer durchaus harten Temperaturen jenseits der 30 Grad. Ebenfalls einen Besuch wert da zwangsläufig ebenso in der Altstadt und von Festungsmauern umgeben sind 2 kleine Parkanlagen sowie die fünf Brunnen und der angrenzende Turm des Stadtkommandanten. Der Platz entstand 1574 über einer Zisterne und so wurde die Stadt bis Mitte des 19. Jahrhunderts mit Wasser versorgt. Das Alte Tor, an dem deutlich der venezianische Einfluss zu erkennen ist, bildet den perfekten Abschluss der Altstadttour.

Jenseits der Altstadt warten eine traumhaft schöne kroatische Landschaft, schöne aber ruhige Wohnviertel sowie eine Einkaufsgallaerie im Zentrum von Zadar darauf von Besuchern erkundet zu werden.

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